AGB

Bis 30.06.2018:

1. Abschluss des Reisevertrages

1.1. Der  Reisevertrag  soll  schriftlich  mit  den  Formularen  des  Reiseveranstalters  (Reiseanmeldung  und Reisebestätigung)   einschließlich   sämtlicher  Abreden,   Nebenabreden   und   Sonderwünsche   geschlossen werden.    Bei    Vertragsschluss    oder    unverzüglich    danach    ist    dem    Reisenden    die    vollständige Reisebestätigung  auszuhändigen.  Dazu  ist  der  Reiseveranstalter  bei  kurzfristigen  Buchungen  weniger  als sieben  Werktage  vor  Reisebeginn  nicht  verpflichtet.  Ziff.1.1.  gilt  auch  für  elektronische  Reiseanmeldungen, deren Zugang wir als Veranstalter Ihnen unverzüglich elektronisch bestätigen.

1.2. An  die  Reiseanmeldung  ist  der  Reisende  10  Tage,  bei  Reiseanmeldung  per  Fax,  E-Mail  und  SMS  5 Tage,   gebunden.   Innerhalb   dieser   Frist   wird   die   Reise   durch   den   Veranstalter   bestätigt.   Kurzfristige Buchungen  zwei  Wochen  vor  Reisebeginn  und  kürzer  führen  durch  die  sofortige  Bestätigung  bzw.  durch  die Zulassung zur Reise zum Vertragsschluss.

1.3. Bei  Onlinebuchungen  bietet  der  Reisende  dem  Reiseveranstalter  den  Abschluss  des  Reisevertrags durch  Betätigung  des  Buttons  „zahlungspflichtig  buchen“  verbindlich  an.  Dem  Kunden  wird  der  Eingang seiner  Buchung  (Reiseanmeldung)  unverzüglich  auf  elektronischem  Weg  bestätigt  (Eingangsbestätigung). Im Übrigen sind die Hinweise für Buchung und Reisebestätigung auf der Internetseite maßgeblich.

1.4. Telefonisch   nimmt   der   Veranstalter,   worauf   der   Reisende   ausdrücklich   hinzuweisen   ist,   lediglich verbindliche Reservierungen vor. Danach soll der Reisevertrag nach Ziff. 1.1. geschlossen werden.

1.5. Eine  von  der  Reiseanmeldung  abweichende  Reisebestätigung  ist  ein  neuer  Vertragsantrag,  an  den  der Veranstalter 10 Tage gebunden ist und den der Reisende innerhalb dieser Frist annehmen kann.

2. Vermittelte Leistungen

Bei  ausdrücklich  und  eindeutig  im  Prospekt,  den  Reiseunterlagen  und  in  den  sonstigen  Erklärungen  als vermittelt    bezeichneten    zusätzlichen    Nebenleistungen    (Besuch    von    Veranstaltungen    etc.)    ist    der Veranstalter  lediglich  Reisevermittler.  Bei  Reisevermittlungen  ist  eine  vertragliche  Haftung  als  Vermittler ausgeschlossen,  soweit  nicht  Körperschäden,  Vorsatz  oder  grobe  Fahrlässigkeit  vorliegen,  Hauptpflichten aus   dem   Reisevermittlervertrag   betroffen   sind,   eine   zumutbare   Möglichkeit   zum   Abschluss   einer Versicherung   besteht   oder   eine   vereinbarte   Beschaffenheit   fehlt.   Der   Veranstalter   als   Vermittler   haftet insofern  grundsätzlich  nur  für  die  Vermittlung,  nicht  jedoch  für  die  vermittelten  Leistungen  selbst  (vgl.  §§ 675, 631 BGB).Für den Vertragsschluss gelten die Bestimmungen der Ziffer 1. sinngemäß.

3. Pass-, Visa- und gesundheitspolizeiliche Formalitäte

3.1.  Der  Veranstalter  unterrichtet  grundsätzlich  nur  die  Staatsangehörigen  eines  EU-Staates,  in  dem  die Reise   angeboten   wird,   über   die   jeweils   erforderlichen   Einreisedokumente   wie   z.   B.   Pass   und   Visum (einschließlich   der   Fristen   zur   Erlangung   dieser   Dokumente)   und   gesundheitspolizeiliche   Formalitäten (Impfungen  etc.)  durch  den  dem  Reisenden  überlassenen  Prospekt  oder  vor  Buchung  bzw.  vor  Reisebeginn (einschließlich zwischenzeitlich eingetretener Änderungen).

3.2.  Nach  Erfüllung  der  Informationspflicht  gemäß  Ziff.  3.1.  hat  der  Reisende  selbst  die  Voraussetzungen  für die  Reiseteilnahme  zu  schaffen,  sofern  sich  der  Veranstalter  nicht  ausdrücklich  zur  Beschaffung  der  Visa oder Bescheinigungen etc. verpflichtet hat.

3.3.  Kann  die  Reise  infolge  fehlender  persönlicher  Voraussetzungen  für  den  Reisebeginn  nicht  angetreten werden,   so   ist   der   Reisende   hierfür   verantwortlich,   wenn   dies   allein   auf   sein   schuldhaftes   Verhalten zurückzuführen   ist   (z.B.   kein   gültiges   Visum   oder   fehlende   Impfung).   Insofern   gilt   Ziff.   9.   (Rücktritt) entsprechend.

4. Zahlungen

4.1. Sämtliche  Zahlungen  (Anzahlung  bzw.  Restzahlung)  des  Reisenden  sind  nur  nach  Aushändigung  des Sicherungsscheines  zu  leisten.  Kein  Sicherungsschein  ist  erforderlich,  wenn  die  Reise  nicht  länger  als  24 Sunden dauert, keine Übernachtung einschließt und der Reisepreis 75 EURO nicht übersteigt.

4.2. Nach Abschluss des Reisevertrages sind 20 % des Reisepreises zu zahlen.

4.3. Der    Restbetrag    ist    auf    Anforderung    frühestens    drei    Wochen    –    bei    Reisen    mit    einer Mindestteilnehmerzahl  nach  Ziff.  13.  allerdings  frühestens  zwei  Wochen  –  vor  Reisebeginn  Zug  um  Zug gegen   Aushändigung   der   vollständigen   Reiseunterlagen,   soweit   für   die   Reise   erforderlich   und/oder vorgesehen (z.B. Hotelgutschein oder Beförderungsschein), zu zahlen.

4.4. Vertragsabschlüsse  zwei  Wochen  vor  Reisebeginn  verpflichten  den  Reisenden  zur  sofortigen      Zahlung des  gesamten  Reisepreises  Zug  um  Zug  gegen  Aushändigung  der  vollständigen  Reiseunterlagen,  soweit für die Reise erforderlich und/oder vorgesehen (z.B. Hotelgutschein oder Beförderungsschein).

5. Leistungen

5.1. Prospekt-   und   Katalogangaben   sind   für   den   Veranstalter   grundsätzlich   bindend.   Hat   sich   der Veranstalter  im  Prospekt  ausdrücklich  Änderungen  der  Angaben  und  der  Preise  (siehe  Prospekt/Katalog) vorbehalten,  so  kann  der  Veranstalter  vor  Vertragsschluss  eine  konkrete  Änderung  der  Prospekt-  und Preisangaben erklären, wenn er den Reisenden vor Reiseanmeldung hierüber informiert.

5.2. Die  vertraglichen  Leistungen  richten  sich,  abgesehen  von  Ziff.  5.1.,  nach  der  bei  Vertragsschluss maßgeblichen     Leistungsbeschreibung     (Prospekt/Katalog)     sowie     den     weiteren     Vereinbarungen, insbesondere nach der Reiseanmeldung und der Reisebestätigung.

6.Preisänderungen

6.1. Der   Veranstalter   kann   vier   Monate   nach   Vertragsschluss   Preiserhöhungen   bis   zu   5  %   des Gesamtreisepreises  verlangen,  wenn  nachweisbar  und  erst  nach  Vertragsabschluss  konkret  eintretend einer   Erhöhung   der   Beförderungskosten,   der   Abgaben   für   bestimmte   Leistungen,   wie   Hafen-   oder Flughafengebühren,  oder  einer  Änderung  der  für  die  betreffende  Reise  geltenden  Wechselkurse  Rechnung getragen  wird.  Auf  den  genannten  Umständen  beruhende  Preiserhöhungen  sind  nur  insoweit  zulässig,  wie sich  die  Erhöhung  ausgehend  vom  Beförderungs-,  Abgaben-  und  Wechselkursanteil  konkret  berechnet  auf den Reisepreis auswirkt.

6.2. Eine  Preiserhöhung  kann  nur  bis  zum  21.  Tag  vor  dem  vereinbarten  Abreisetermin  verlangt  werden. Eine  nach  Ziffer  6.1.  zulässige  Preisänderung  hat  der  Veranstalter  dem  Reisenden  unverzüglich  nach Kenntnis vom Preiserhöhungsgrund zu erklären.

6.3. Bei   Preiserhöhungen   nach   Vertragsschluss   um   mehr   als   5  %   des   Gesamtreisepreises   kann   der Reisende    kostenlos    zurücktreten    oder    stattdessen    die    Teilnahme    an    einer    anderen    mindestens gleichwertigen  Reise  verlangen,  wenn  der  Veranstalter  in  der  Lage  ist,  eine  solche  Reise  ohne  Mehrpreis  für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten.

6.4. Die  Rechte  nach  Ziffer  6.3.  hat  der  Reisende  unverzüglich  nach  der  Erklärung  des  Veranstalters  diesem gegenüber geltend zu machen.

7. Leistungsänderungen

7.1. Änderungen     und    Abweichungen     einzelner     Reiseleistungen     vom     Reisevertrag,     die     nach Vertragsabschluss  notwendig  werden  und  vom  Veranstalter  nicht  wider  Treu  und  Glauben  herbeigeführt wurden   sind   zulässig.   Sie   sind   aber   nur   gestattet,   soweit   die   Änderungen   oder  Abweichungen   nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen.

7.2. Eine   zulässige   Änderung   einer   wesentlichen   Reiseleistung   hat   der   Veranstalter   dem   Reisenden unverzüglich nach Kenntnis vom Änderungsgrund zu erklären.

7.3. Im  Fall  der  erheblichen  Änderung  einer  wesentlichen  Reiseleistung  kann  der  Reisende  vom  Vertrag zurücktreten  oder  stattdessen  die  Teilnahme  an  einer  mindestens  gleichwertigen  anderen  Reise  verlangen, wenn  der  Veranstalter  in  der  Lage  ist,  eine  solche  Reise  ohne  Mehrpreis  für  den  Reisenden  aus  seinem Angebot anzubieten.

7.4. Für   den   Fall   einer   zulässigen   Änderung   bleiben   die   übrigen   Rechte   (insbesondere   Minderung, Schadensersatz) unberührt.

8. Ersatzreisende

Der  Reisende  kann  sich  bis  zum  Reisebeginn  durch  einen  Dritten  ersetzen  lassen,  sofern  dieser  den besonderen   Reiseerfordernissen   genügt   und   seiner   Teilnahme   nicht   gesetzliche   Vorschriften   oder behördliche  Anordnungen  entgegenstehen  und  der  Veranstalter  der  Teilnahme  nicht  aus  diesen  Gründen widerspricht.  Der  Reisende  und  der  Dritte  haften  dem  Veranstalter  als  Gesamtschuldner  für  den  Reisepreis und für die durch die Teilnahme des Dritten entstehenden Mehrkosten.

9. Rücktritt des Kunden – Nichtantritt der Reise

9.1. Nach  dem  jederzeit  vor  Reisebeginn  möglichen  Rücktritt  ist  der  Reisende  verpflichtet,  grundsätzlich pauschal    folgende    Entschädigungen    ausgehend    vom    Gesamtreisepreis    je    nach    Reiseart    und Rücktrittszeitpunkt vor Reisebeginn zu zahlen:

Busreisen

  • bis 30 Tage vor Reisebeginn 5 %
  • ab 29. Tag vor Reisebeginn 15 %
  • ab 14. Tag vor Reisebeginn 35 %
  • ab 7. Tag vor Reisebeginn 50 %

Bahnreisen

  • bis 30 Tage vor Reisebeginn 5 %
  • ab 29. Tag vor Reisebeginn 15 %
  • ab 14. Tag vor Reisebeginn 40 %
  • ab 7. Tag vor Reisebeginn 60 %

Flugpauschalreisen (Linien- oder Charterflug)

  • bis 30 Tage vor Reisebeginn 15 %
  • ab 29. Tag vor Reisebeginn 25 %
  • ab 14. Tag vor Reisebeginn 40 %
  • ab 7. Tag vor Reisebeginn 60 %

See- und Flusskreuzfahrten

  • bis 30 Tage vor Reisebeginn 20 %
  • ab 29. Tag vor Reisebeginn 35 %
  • ab 14. Tag vor Reisebeginn 55 %
  • ab 7. Tag vor Reisebeginn 70 %
  • ab 3. Tag vor Reisebeginn 80 %

Mietwagen und Campmobile

  • bis 30 Tage vor Reisebeginn 20%
  • ab 29. Tag vor Reisebeginn 35%
  • ab 14. Tag vor Reisebeginn 50%
  • ab 7. Tag Reisebeginn 70%
  • ab 3. Tag vor Reisebeginn 80%

Maßgeblich ist bei kombinierten Reisen die konkrete Bezeichnung der Reise im Prospekt bzw. Katalog.

9.2. Maßgeblich  für  den  Lauf  der  Fristen  ist  der  Zugang  der  Rücktrittserklärung  beim  Veranstalter  oder  bei der Buchungsstelle. Dem Reisenden wird der schriftliche Rücktritt empfohlen.

9.3. Dem  Reisenden  wird  ausdrücklich  der  Nachweis  gestattet,  dass  der Anspruch  auf  Entschädigung  nicht entstanden oder die Entschädigung wesentlich niedriger als die angeführte Pauschale sei.

9.4. Auf den Nichtantritt der Reise werden die Ziff. 9.1. – 9.3. entsprechend angewandt.

10. Umbuchungen und Änderungen auf Verlangen des Reisenden

Verlangt der Reisende nach Vertragsschluss Änderungen oder Umbuchungen,    so    kann    der Reiseveranstalter  bei  Vornahme  entsprechender  Umbuchungen  etc.  ein  Bearbeitungsentgelt  pauschaliert 15  EURO  verlangen,  soweit  er  nach  entsprechender  ausdrücklicher  Information  des  Reisenden  nicht  ein höheres  Bearbeitungsentgelt  oder  eine  höhere  Entschädigung  nachweist,  deren  Höhe  sich  nach  dem Reisepreis  unter Abzug  des  Wertes  der  von  dem  Reiseveranstalter  ersparten Aufwendungen  sowie  dessen bestimmt, was der Reiseveranstalter durch anderweitige Verwendung der Reiseleistungen erwerben kann.

11. Reiseabbruch

Wird  die  Reise  nach  Reisebeginn  infolge  eines  Umstandes  abgebrochen,  der  in  der  Sphäre  des  Reisenden liegt  (z.B.  Krankheit),  so  ist  der  Veranstalter  verpflichtet,  bei  den  Leistungsträgern  die  Erstattung  ersparter Aufwendungen  sowie  erzielter  Erlöse  aus  der  Verwertung  der  nicht  in  Anspruch  genommenen  Leistungen zu  erreichen.  Das  gilt  nicht,  wenn  völlig  unerhebliche  Leistungen  betroffen  sind  oder  wenn  einer  Erstattung gesetzliche oder behördliche Bestimmungen entgegenstehen.

12. Kündigung bei schwerer Störung durch den Reisenden - Mitwirkungspflichten

12.1. Der  Veranstalter  kann  den  Reisevertrag  fristlos  kündigen,  wenn  der  Reisende  trotz  Abmahnung erheblich  weiter  stört,  so  dass  seine  weitere  Teilnahme  für  den  Veranstalter  und/oder  die  Reiseteilnehmer nicht  mehr  zumutbar  ist.  Dies  gilt  auch,  wenn  der  Reisende  sich  nicht  an  sachlich  begründete  Hinweise hält.   Dem   Veranstalter   steht   in   diesem   Fall   der   Reisepreis   weiter   zu,   soweit   sich   nicht   ersparte Aufwendungen   und   Vorteile   aus   einer   anderweitigen   Verwertung   der   Reiseleistung(en)   ergeben. Schadensersatzansprüche im übrigen bleiben unberührt.

12.2. Der  Reisende  soll  die  ihm  zumutbaren  Schritte  (z.  B.  Information  des  Veranstalters)  unternehmen, um drohende ungewöhnlich hohe Schäden abzuwenden oder gering zu halten.

13. Mindestteilnehmerzahl

13.1.  Ist  in  der  Beschreibung  der  Reise  (Prospekt/Katalog)  ausdrücklich  und  in  der  Reisebestätigung  auf eine  bestimmte  Mindestteilnehmerzahl  und  die  Rücktrittserklärungsfrist  (spätestens  bis  zwei  Wochen  vor Reisebeginn)  hingewiesen  und  wird  diese  Mindestteilnehmerzahl  nicht  erreicht,  so  kann  der  Veranstalter erklären, dass die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht ist und die Reise nicht durchgeführt wird.

13.2. Der  Veranstalter  wird  dem  Reisenden  die  Erklärung  nach  Ziffer 13.1. unverzüglich  nach  Kenntnis  der nichterreichten Teilnehmerzahl, spätestens bis zwei Wochen vor Reisebeginn zugehen lassen.

13.3. Der  Reisende  kann  die  Teilnahme  an  einer  mindestens  gleichwertigen  anderen  Reise  verlangen, wenn  der  Veranstalter  in  der  Lage  ist,  eine  solche  Reise  ohne  Mehrpreis  für  den  Reisenden  aus  seinem Angebot anzubieten.

13.4. Der   Reisende   hat   sein   Recht   nach   Ziffer 13.3.   unverzüglich   nach   Zugang   der   Erklärung   des Veranstalters diesem gegenüber geltend zu machen.

13.5. Macht  der  Reisende  nicht  von  seinem  Recht  nach  Ziffer 13.3.  Gebrauch,  so  ist  der  vom  Reisenden gezahlte Betrag unverzüglich zurückzuerstatten.

14. Kündigung infolge höherer Gewalt

14.1. Erschwerung,  Gefährdung  oder  Beeinträchtigung  erheblicher  Art  durch  bei  Vertragsschluss  nicht vorhersehbare   Umstände   berechtigen   beide   Teile   nach   §   651   j   Abs.   1   BGB   zur   Kündigung   des Reisevertrages.

14.2. Entschädigungen und Abrechnungen ergeben sich aus § 651 j Abs. 2 BGB.

14.3. Der   Veranstalter   ist   im   Kündigungsfall   zur   Rückbeförderung   verpflichtet,   falls   der   Vertrag   die Beförderung  mit  umfasst.  In  jedem  Fall  hat  er  die  zur  Vertragsaufhebung  erforderlichen  Maßnahmen  zu ergreifen.

14.4. Informationspflichten des Veranstalters im Übrigen bleiben unberührt.

15. Reisemängel, Obliegenheiten des Reisenden, Rechte des Reisenden

15.1. Bei  nicht  vertragsgemäßen  Reiseleistungen  kann  der  Reisende  Abhilfe  (Mangelbeseitigung  oder gleichwertige Ersatzleistung) verlangen.

15.2. Reisemängel  sind  am  Urlaubsort  beim  Reiseleiter  anzuzeigen.  Ist  am  Urlaubsort  kein  Reiseleiter vorhanden,   sind   Reisemängel   direkt   beim   Veranstalter   anzuzeigen   (Erreichbarkeiten,   Telefon-   und Faxnummern  ergeben  sich  aus  den  Reiseunterlagen).  Dies  gilt  dann  nicht,  wenn  die  Mängelanzeige  dem Reisenden   wegen   erheblicher   Schwierigkeiten   unzumutbar   ist.   Bei   schuldhaftem   Unterlassen   der Mängelanzeige stehen dem Reisenden keine Ansprüche auf Herabsetzung des Reisepreises zu.

15.3. Der  Reisende  kann  selbst  zur Abhilfe  schreiten,  wenn  die  Reise  einen  Mangel  oder  Mängel  aufweist, er  dem  Veranstalter  eine  angemessene  Frist  zur  Abhilfe  setzt  und  der  Veranstalter  bis  zum  Ablauf  dieser Frist   nicht   für  Abhilfe   (vgl.   Ziff.   15.1.)   sorgt.   Der   Reisende   kann   dann   Ersatz   seiner   erforderlichen Aufwendungen  verlangen.  Keine  Fristsetzung  ist  bei  Verweigerung  der Abhilfe,  bei  besonderem  Interesse des   Reisenden   an   sofortiger   Selbsthilfe   erforderlich,   ferner   bei   unverhältnismäßigem   Aufwand   des Veranstalters.

15.4.1.  Der  Reisende  kann  den  Reisevertrag  kündigen,  wenn  die  Reise  durch  den  Reisemangel  erheblich beeinträchtigt  ist,  er  dem  Veranstalter  eine  angemessene  Frist  zur  Abhilfe  setzt  und  diese  Frist  nutzlos verstreicht.  Die  Fristsetzung  ist  nicht  erforderlich  bei  Unmöglichkeit  der Abhilfe, Abhilfeverweigerung,  wenn die  sofortige  Kündigung  durch  ein  besonderes  Interesse  des  Reisenden  gerechtfertigt  ist  oder  wenn  dem Reisenden  die  Reise  infolge  eines  Mangels  aus  wichtigem  und  für  den  Veranstalter  erkennbarem  Grund nicht zuzumuten ist.

15.4.2.  Bei  berechtigter  Kündigung  kann  der  Veranstalter  für  erbrachte  oder  zur  Beendigung  der    Reise noch  zu  erbringende  Reiseleistungen  nur  eine  Entschädigung  verlangen  (Berechnung  nach  §  651  e) Abs. 3  BGB).  Bei  wertlosen  („kein  Interesse“  des  Reisenden)  erbrachten  oder  zu  erbringenden  Reiseleistungen bestehen keine Entschädigungsansprüche.

15.4.3. Der   Veranstalter   hat   nach   Kündigung   die   erforderlichen   Maßnahmen   zu   treffen,   für   die Rückbeförderung   zu   sorgen   und   die   Mehrkosten   zu   tragen,   wenn   die   Beförderung   Bestandteil   des Reisevertrages ist.

15.5.  Der   Reisende   kann   unbeschadet   der   Minderung   oder   der   Kündigung   Schadensersatz   wegen Nichterfüllung  verlangen,  es  sei  denn,  der  Mangel  beruht  auf  einem  Umstand,  den  der  Veranstalter  nicht zu vertreten hat.

16. Haftungsbeschränkung

16.1.  Die  vertragliche  Haftung  des  Veranstalters  für  Schäden,  die  nicht  Körperschäden  sind,  ist  auf  den dreifachen Reisepreis beschränkt,

16.1.1. soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird, oder

16.1.2. soweit  der  Veranstalter  für  einen  dem  Reisenden  entstehenden  Schaden  allein  wegen  eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.

16.2. Gelten    für    eine    von    einem    Leistungsträger    zu    erbringende    Reiseleistung    internationale Übereinkommen  oder  auf  diesen  beruhende  gesetzliche  Bestimmungen,  nach  denen  ein  Anspruch  auf Schadensersatz  nur  unter  bestimmten  Voraussetzungen  oder  Beschränkungen  geltend  gemacht  werden kann,  so  kann  sich  der  Veranstalter  gegenüber  dem  Reisenden  auf  diese  Übereinkommen  und  die  darauf beruhenden gesetzlichen Bestimmungen berufen.

17. Ausschlussfrist und Verjährung

17.1. Ansprüche  wegen  mangelhafter  Reiseleistung  nach  den  §§  651  c  bis  651  f  BGB  –  ausgenommen Körperschäden   -   hat   der   Reisende   innerhalb   eines   Monats   nach   der   vertraglich   vorgesehenen Beendigung  der  Reise  gegenüber  dem  Veranstalter  geltend  zu  machen,  sofern  nicht  die  Frist  ohne eigenes Verschulden nicht eingehalten werden konnte.

17.2. Ansprüche  des  Reisenden  im  Sinne  der  Ziffer 17.1.  –  ausgenommen  Körperschäden  -  verjähren grundsätzlich  in  einem  Jahr  nach  dem  vertraglich  vorgesehenen  Reiseende.  Die  Verjährungsfrist  von einem  Jahr  beginnt  nicht  vor  Mitteilung  eines  Mangels  an  den  Veranstalter  durch  den  Reisenden.  Bei grobem  eigenem  Verschulden  sowie  bei  Arglist  verjähren  die  in  Ziffer  17.1.  betroffenen  Ansprüche  in  drei Jahren.

18. Verbraucherstreitbeilegung und Online-Streitbeilegungsplattform

18.1. Unsere Unternehmen (Verkehrsunternehmen-Reisebüro H. Bruckner, Inh. Peter Bruckner und Reisebüro Reichert GmbH) nehmen nicht an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teil.

18.2. Online-Streitbeilegungsplattform: Die Europäische Kommission stellt unter http://ec.europa.eu/consumers/odr/ eine Plattform zur Online-Beilegung   verbraucherrechtlicher Streitigkeiten für Vertragsabschlüsse über die Internetseite des Veranstalters oder mittels E-Mail bereit.

Ab 01.07.2018:

 

1. Abschluss des Pauschalreisevertrags

1.1. Reiseanmeldungen können mündlich, telefonisch, durch E-Mail, SMS oder Fax erfolgen. Der Reisevertrag soll mit den Formularen des Reiseveranstalters (Reiseanmeldung und Reisebestätigung) einschließlich sämtlicher Abreden, Nebenabreden und Vorgaben des Reisenden geschlossen werden. Bei Vertragsschluss erhält der Reisende durch E-Mail, Fax oder SMS etc. die Reisebestätigung, die auch als Bestätigung des Vertrags dient und § 651d Abs. 3 S. 2 BGB entspricht. Sind beide Teile bei Vertragsschluss anwesend oder wird der Vertrag außerhalb der Geschäftsräume des Veranstalters geschlossen, so hat der Reisende Anspruch auf eine Bestätigung des Vertrags in Papierform.

1.2. An die Reiseanmeldung ist der Reisende 10 Tage, bei Reiseanmeldung per Fax, E-Mail und SMS 5 Tage, gebunden. Innerhalb dieser Frist wird die Reise durch den Veranstalter bestätigt.

1.3. Telefonisch nimmt der Veranstalter, worauf der Reisende ausdrücklich hinzuweisen ist, lediglich verbindliche Reservierungen vor. Danach soll der Reisevertrag nach Ziff. 1.1. geschlossen werden.

1.4. Eine von der Reiseanmeldung abweichende oder nicht rechtzeitige Reisebestätigung ist ein neuer Vertragsantrag, an den der Veranstalter 10 Tage gebunden ist und den der Reisende innerhalb dieser Frist annehmen kann.

1.5. Buchungen im elektronischen Geschäftsverkehr richten sich nach den Erläuterungen auf unserer Internetseite und den dort abrufbaren Reisebedingungen.

1.6. Bei Reiseanmeldungen über Internet bietet der Reisende dem Veranstalter den Abschluss des Reisevertrags durch Betätigung des Buttons „zahlungspflichtig buchen“ verbindlich an. Dem Kunden wird der Eingang seiner Buchung (Reiseanmeldung) unverzüglich auf elektronischem Weg bestätigt (nur Eingangsbestätigung, keine Annahme). Die Annahme erfolgt durch die Reisebestätigung innerhalb von 3 Tagen. Im Übrigen sind die Hinweise für Buchung und Reisebestätigung auf der Internetseite maßgeblich.

2. Vermittelte Leistungen – weitere erst nach Beginn der Reise erbrachte Leistungen

2.1. Bei ausdrücklich und eindeutig im Prospekt, den Reiseunterlagen und in den sonstigen Erklärungen als vermittelt bezeichneten zusätzlichen Nebenleistungen (Besuch von Veranstaltungen etc.) sind wir nicht Veranstalter, sondern lediglich Vermittler i.S. des § 651v BGB. Als Vermittler haften wir insofern grundsätzlich nur für die Vermittlung (einschließlich von uns zu vertretender Buchungsfehler nach § 651x BGB), nicht jedoch für die vermittelten Leistungen selbst (vgl. §§ 675, 631 BGB). Unsere vertragliche Haftung als Vermittler ist ausgeschlossen, soweit nicht Körperschäden, Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegen, Hauptpflichten aus dem Reisevermittlervertrag betroffen sind, eine zumutbare Möglichkeit zum Abschluss einer Versicherung besteht oder eine vereinbarte Beschaffenheit fehlt.

2.2. Für Leistungen, die erst nach Beginn der Erbringung einer Pauschalreiseleistung vom Reisenden z.B. am Urlaubsziel ausgewählt werden, ist ebenfalls Ziff. 2.1. maßgeblich.

3. Pass-, Visa- und gesundheitspolizeiliche Formalitäten

3.1. Der Veranstalter unterrichtet den Reisenden vor der Reiseanmeldung über allgemeine Pass- und Visumerfordernisse einschließlich der ungefähren Fristen für die Erlangung von Visa sowie über gesundheitspolizeiliche Formalitäten des Bestimmungslands (einschließlich zwischenzeitlich eingetretener Änderungen).

3.2. Nach Erfüllung der Informationspflicht gemäß Ziff. 3.1. hat der Reisende selbst die Voraussetzungen für die Reiseteilnahme zu schaffen und die erforderlichen Reiseunterlagen mitzuführen, sofern sich der Veranstalter nicht ausdrücklich zur Beschaffung der Visa oder Reiseunterlagen bzw. Bescheinigungen etc. verpflichtet hat.

3.3. Kann die Reise infolge fehlender persönlicher Voraussetzungen nicht angetreten werden, so ist der Reisende hierfür verantwortlich, wenn dies allein auf sein schuldhaftes Verhalten zurückzuführen ist (z.B. ungültiges Visum, fehlende Impfung). Insofern gilt Ziff. 9. (Rücktritt) entsprechend.

4. Zahlungen

4.1. Das Fordern oder Annehmen von Zahlungen (An- bzw. Restzahlung) des Reisenden ist nach Abschluss des Vertrags nur bei Bestehen eines wirksamen Kundengeldabsicherungsvertrags und Übermittlung des Sicherungsscheins zulässig.

4.2. Nach Abschluss des Reisevertrags sind 20 % des Reisepreises zu zahlen, soweit die Parteien keine abweichende ausdrückliche Vereinbarung treffen.

4.3. Der Restbetrag ist auf Anforderung frühestens drei Wochen vor Reisebeginn Zug um Zug gegen Aushändigung der vollständigen Reiseunterlagen, soweit für die Reise erforderlich und/oder vorgesehen (z.B. Hotelgutschein oder Beförderungsschein), zu zahlen. Für Reisen mit einer Mindestteilnehmerzahl ist der Restbetrag zu zahlen, wenn der Veranstalter nicht mehr nach Ziff. 13. (siehe unten) zurücktreten kann.

4.4. Vertragsabschlüsse zwei Wochen vor Reisebeginn verpflichten den Reisenden zur sofortigen Zahlung des gesamten Reisepreises Zug um Zug gegen Aushändigung der vollständigen Reiseunterlagen, soweit für die Reise erforderlich und/oder vorgesehen (z.B. Hotelgutschein oder Beförderungsschein).

4.5. Sofern der Reisende die fälligen Zahlungen (An- und Restzahlung) nicht leistet, kann der Reiseveranstalter nach Mahnung und angemessener Fristsetzung vom Vertrag zurücktreten und eine Rücktrittsentschädigung nach Ziff. 9. (siehe unten) verlangen.

5. Leistungen und Pflichten

5.1. Der Veranstalter behält sich Änderungen vom Prospekt/Katalog vor, insbesondere Änderungen der Leistungsbeschreibung sowie der Preise. Er darf
eine konkrete Änderung der Prospekt- und Preisangaben erklären, wenn er den Reisenden vor Reiseanmeldung hierüber informiert.

5.2. Der Veranstalter hat Informationspflichten vor Reiseanmeldung, soweit dies für die vorgesehene Pauschalreise erheblich ist, nach § 651d Abs. 1 BGB zu erfüllen (insbesondere über wesentliche Eigenschaften der Reise, Reisepreis, An- und Restzahlung, Mindestteilnehmerzahl, Rücktrittsentschädigungen, Formblatt für Pauschalreisen).

5.3. Vertragsinhalt und Leistungen bestimmen sich nach den vor Reisebeginn gemachten Angaben des Veranstalters nach Ziff. 5.1. und insbesondere den vereinbarten Vorgaben des Reisenden, soweit nicht ausdrücklich anderes vereinbart ist. Sie sollen in der Reiseanmeldung und Reisebestätigung enthalten sein (siehe oben Ziff. 1.). Außerdem ist dem Reisenden, sofern nicht bereits in der Annahme des Antrags (Reisebestätigung – siehe oben Ziff. 1.) bei Vertragsschluss enthalten, unverzüglich nach Vertragsschluss eine vollständige Reisebestätigung oder Abschrift des Vertrags zur Verfügung zu stellen.

5.4. Der Veranstalter hat über seine Beistandspflichten zu informieren und diese nach § 651q BGB zu erfüllen, wenn sich der Reisende z.B. hinsichtlich der vereinbarten Rückbeförderung oder anderen Gründen in Schwierigkeiten befindet. Bei vom Reisenden verschuldeten Umständen kann der Veranstalter Ersatz angemessener und tatsächlich entstandener Aufwendungen verlangen.

5.5. Der Veranstalter hat dem Reisenden rechtzeitig vor Reisebeginn die notwendigen Reiseunterlagen zu übermitteln (Gutscheine, Fahrkarten, Eintrittskarten etc.) und über nach Vertragsschluss eingetretene Änderungen zu unterrichten (siehe auch Ziff. 6. und Ziff. 7.).

5.6. Preis- und Leistungsänderungen nach Vertragsschluss sind in Ziff. 6. sowie Ziff. 7. geregelt.

6. Unerhebliche und erhebliche Leistungsänderungen

6.1. Unerhebliche Änderungen der Reiseleistungen durch den Veranstalter sind einseitig zulässig, aber nur wirksam, wenn sie der Veranstalter gegenüber dem Reisenden z.B. durch E-Mail, Fax, SMS oder in Papierform klar, verständlich und in hervorgehobener Weise vor Reisebeginn erklärt. Die Rechte des Reisenden bei Reisemängeln bleiben hiervon unberührt.

6.2. Erhebliche Vertragsänderungen sind nicht einseitig und nur unter den konkreten Voraussetzungen des § 651g BGB vor Reisebeginn zulässig, über die der Veranstalter ausdrücklich z.B. durch E-Mail, Fax, SMS oder in Papierform zu unterrichten hat. Der Reisende kann zurücktreten oder die angebotene Vertragsänderung bzw. Ersatzreise innerhalb der Annahmefrist des Veranstalters annehmen. Ohne fristgemäße Erklärung des Reisenden gilt das Angebot des Veranstalters als angenommen. Im Übrigen ist § 651g Abs. 3 BGB anzuwenden.

6.3. Wird die erhebliche Änderung oder die Ersatzreise angenommen, so hat der Reisende Anspruch auf Minderung (§ 651m Abs. 1 BGB), wenn die Ersatzreise nicht mindestens gleichwertig ist. Ergeben sich durch die Änderung für den Veranstalter geringere Kosten, so sind dem Reisenden die geringeren Kosten zu erstatten (§ 651m Abs. 2 BGB).

7. Preiserhöhung und Preissenkung vor Reisebeginn

7.1. Der Veranstalter kann Preiserhöhungen bis 8 % des Reisepreises einseitig nur bei Vorliegen der Gründe für die Erhöhung aus sich unmittelbar ergebenden und nach Vertragsschluss erhöhten Beförderungskosten (Treibstoff, andere Energieträger), oder erhöhten Steuern und sonstigen Abgaben (Touristenabgaben, Hafen- oder Flughafengebühren), oder geänderter für die Pauschalreise geltenden Wechselkurse vornehmen. Die hierauf beruhenden Änderungen des vereinbarten und geänderten Reisepreises (Differenz) werden entsprechend der Zahl der Reisenden errechnet, auf die Person umgerechnet und anteilig erhöht. Unterrichtet der Veranstalter den Reisenden durch E-Mail, Fax, SMS, in Papierform etc. nicht
klar und verständlich über die Preiserhöhung, die Gründe und die Berechnung spätestens bis 20 Tage vor Reisebeginn, ist die Preiserhöhung nicht wirksam.

7.2. Übersteigt die nach Ziff. 7.1. vorbehaltene Preiserhöhung 8 % des Reisepreises, kann der Veranstalter sie nicht einseitig, sondern nur unter den engen Voraussetzungen des § 651g BGB vornehmen. Er kann dem Reisenden insofern eine entsprechende Preiserhöhung anbieten und verlangen, dass der Reisende sie innerhalb der vom Veranstalter bestimmten angemessenen Frist annimmt oder zurücktritt. Einzelheiten ergeben sich aus § 651g BGB.

7.3. Der Reisende kann eine Senkung des Reisepreises verlangen, wenn und soweit sich die in Ziff. 7.1. genannten Preise, Abgaben oder Wechselkurse nach Vertragsschluss und vor Reisebeginn geändert haben und dies zu niedrigeren Kosten für den Veranstalter führt. Hat der Reisende mehr als den hiernach geschuldeten Betrag gezahlt, ist der Mehrbetrag vom Reiseveranstalter zu erstatten. Der Veranstalter darf von dem zu erstattenden Mehrbetrag die ihm tatsächlich entstandenen Verwaltungsausgaben abziehen. Er hat dem Reisenden auf dessen Verlangen nachzuweisen, in welcher Höhe Verwaltungsausgaben entstanden sind.

8. Vertragsübertragung – Ersatzreisende

8.1. Der Reisende kann innerhalb einer angemessenen Frist, in jedem Fall bei Zugang nicht später als sieben Tage vor Reisebeginn in Papierform, durch E-Mail, Fax, SMS etc. erklären, dass statt seiner ein Dritter in die Rechte und Pflichten aus dem Pauschalreisevertrag eintritt.

8.2. Der Veranstalter kann dem Eintritt des Dritten widersprechen, wenn dieser die vertraglichen Reiseerfordernisse nicht erfüllt.

8.3. Tritt ein Dritter in den Vertrag ein, haften er und der Reisende dem Veranstalter als Gesamtschuldner für den Reisepreis und die durch den Eintritt des Dritten entstehenden Mehrkosten. Der Reiseveranstalter darf eine Erstattung von Mehrkosten nur fordern, wenn und soweit diese angemessen und ihm tatsächlich entstanden sind.

8.4. Der Veranstalter hat dem Reisenden nachzuweisen, in welcher Höhe durch den Eintritt des Dritten Mehrkosten entstanden sind.

9. Rücktritt des Reisenden vor Reisebeginn – Nichtantritt der Reise

9.1. Vor Reisebeginn kann der Reisende jederzeit vom Vertrag zurücktreten. Der Rücktritt sollte schriftlich oder in Textform (E-Mail, Fax, SMS) gegenüber
dem Veranstalter erfolgen. Ausreichend ist der Rücktritt gegenüber dem Reisevermittler. Maßgeblich ist der Zugang des Rücktritts bei dem Veranstalter
oder Vermittler.

9.2. Tritt der Reisende vom Vertrag zurück oder tritt er die Reise nicht an, verliert der Reiseveranstalter den Anspruch auf den vereinbarten Reisepreis. Der Reiseveranstalter kann jedoch eine angemessene Entschädigung bei Busreisen nach Ziff. 9.3. verlangen. Bei den sonstigen Reisen gilt Ziff. 9.5.

9.3. Unsere Entschädigungspauschalen bei Busreisen

bis 30 Tage vor Reisebeginn 5 %
ab 29. Tag vor Reisebeginn 15 %
ab 14. Tag vor Reisebeginn 35 %
ab 7. Tag vor Reisebeginn 60 %

9.4. Dem Reisenden wird ausdrücklich der Nachweis gestattet, dass der Anspruch auf Entschädigung nicht entstanden oder die Entschädigung wesentlich niedriger als die angeführte Pauschale sei.

9.5. Bei Reisen, die nicht unter Ziff. 9.3. fallen, bestimmt sich die Höhe der Entschädigung nach dem Reisepreis abzüglich des Werts der vom Reiseveranstalter ersparten Aufwendungen sowie abzüglich dessen, was er durch anderweitige Verwendung der Reiseleistungen erwirbt. Der Veranstalter hat insoweit auf Verlangen des Reisenden die Höhe der Entschädigung zu begründen.

9.6. Nach dem Rücktritt des Reisenden ist der Veranstalter zur Rückerstattung des Reisepreises verpflichtet. Die Rückerstattung hat unverzüglich, auf jeden Fall aber innerhalb von 14 Tagen nach Zugang der Rücktrittserklärung, zu erfolgen.

9.7. Abweichend von Ziff. 9.2. kann der Reiseveranstalter vor Reisebeginn keine Entschädigung verlangen, wenn am Bestimmungsort oder in dessen unmittelbarer Nähe unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände auftreten, die die Durchführung der Pauschalreise oder die Beförderung von Personen an den Bestimmungsort erheblich beeinträchtigen. Umstände sind unvermeidbar und außergewöhnlich i.S. dieses Untertitels, wenn sie nicht der Kontrolle der Partei unterliegen, die sich hierauf beruft und sich ihre Folgen auch dann nicht hätten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Vorkehrungen getroffen worden wären.

10. Umbuchungen und Änderungen auf Verlangen des Reisenden

10.1. Grundsätzlich besteht nach Vertragsschluss kein Anspruch des Reisenden auf Änderungen des Vertrags. Der Veranstalter kann jedoch, soweit für ihn möglich, zulässig und zumutbar, Wünsche des Reisenden berücksichtigen.

10.2. Verlangt der Reisende nach Vertragsschluss Änderungen oder Umbuchungen, so kann der Veranstalter bei Umbuchungen etc. als Bearbeitungsentgelt pauschaliert 15 EURO verlangen, soweit er nicht nach entsprechender ausdrücklicher Information des Reisenden ein höheres Bearbeitungsentgelt oder eine höhere Entschädigung nachweist, deren Höhe sich nach dem Reisepreis unter Abzug des Werts der vom Reiseveranstalter ersparten Aufwendungen sowie dessen bestimmt, was der Reiseveranstalter durch anderweitige Verwendung der Reiseleistungen erwerben kann.

11. Reiseabbruch

Wird die Reise nach Reisebeginn infolge eines Umstandes abgebrochen oder wird eine Leistung aus einem Grund nicht in Anspruch genommen, der in der Sphäre des Reisenden liegt (z.B. Krankheit), so hat der Veranstalter bei den Leistungsträgern die Erstattung ersparter Aufwendungen sowie erzielter Erlöse für die nicht in Anspruch genommenen Leistungen zu erreichen, sofern es sich nicht um völlig unerhebliche Leistungen handelt oder gesetzliche oder behördliche Bestimmungen dem entgegenstehen.

12. Kündigung bei schwerer Störung durch den Reisenden – Mitwirkungspflichten

12.1. Der Veranstalter kann den Reisevertrag fristlos kündigen, wenn der Reisende trotz Abmahnung erheblich weiter stört, so dass seine weitere Teilnahme für den Veranstalter und/oder die Reisenden nicht mehr zumutbar ist. Dies gilt entsprechend auch, wenn der Reisende sich nicht an sachlich begründete Hinweise hält. Dem Veranstalter steht in diesem Fall der Reisepreis weiter zu, soweit sich nicht ersparte Aufwendungen und Vorteile aus einer anderweitigen Verwertung der Reiseleistung(en) ergeben. Schadensersatzansprüche des Veranstalters bleiben insofern unberührt.

12.2. Der Reisende soll die ihm zumutbaren Schritte (z.B. Information des Veranstalters) unternehmen, um drohende ungewöhnlich hohe Schäden abzuwenden oder gering zu halten.

13. Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl

13.1. Der Veranstalter hat den Reisenden vor Reiseanmeldung und in der Reisebestätigung über Mindestteilnehmerzahl und Frist zu informieren.

13.2. Der Veranstalter kann vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten, wenn sich für die Pauschalreise weniger Personen als die im Vertrag angegebene
Mindestteilnehmerzahl angemeldet haben.

13.3. Ist die Mindestteilnehmerzahl nach Ziff. 13.1. nicht erreicht und will der Veranstalter zurücktreten, hat der Veranstalter den Rücktritt innerhalb der im Vertrag bestimmten Frist zu erklären, jedoch spätestens bei einer Reisedauer von mehr als sechs Tagen 20 Tage, bei einer Reisedauer von zwei bis höchstens sechs Tagen 7 Tage und bei einer Reisedauer von weniger als zwei Tagen 48 Stunden – jeweils vor Reisebeginn.

13.4. Tritt der Reiseveranstalter vom Vertrag zurück, verliert er den Anspruch auf den vereinbarten Reisepreis.

13.5. Der Veranstalter ist infolge des Rücktritts zur Rückerstattung des Reisepreises verpflichtet und hat die Rückerstattung unverzüglich, auf jeden Fall aber innerhalb von 14 Tagen nach dem Rücktritt, zu leisten.

14. Rücktritt des Veranstalters bei unvermeidbaren, außergewöhnlichen Umständen

14.1. Der Veranstalter kann vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten, wenn er aufgrund unvermeidbarer, außergewöhnlicher Umstände an der Erfüllung des Vertrags gehindert ist und er den Rücktritt unverzüglich nach Kenntnis vom Rücktrittsgrund erklärt.

14.2. Durch den Rücktritt nach Ziff. 14.1. verliert der Veranstalter den Anspruch auf den vereinbarten Reisepreis, ist zur Rückerstattung des Reisepreises
verpflichtet und hat insofern unverzüglich, auf jeden Fall aber innerhalb von 14 Tagen nach dem Rücktritt, die Rückerstattung zu leisten.


15. Reisemängel, Rechte und Obliegenheiten des Reisenden

15.1. Mängelanzeige durch den Reisenden
Der Reisende hat dem Veranstalter einen Reisemangel unverzüglich anzuzeigen. Wenn der Veranstalter wegen der schuldhaften Unterlassung der Anzeige durch den Reisenden nicht Abhilfe schaffen konnte, kann der Reisende keine Minderung nach § 651m BGB oder Schadensersatz nach § 651n BGB verlangen.

15.2. Adressat der Mängelanzeige
Reisemängel sind während der Reise bei der Reiseleitung anzuzeigen. Ist eine Reiseleitung oder ein Vertreter des Veranstalters nicht vorhanden oder nicht vereinbart, sind Reisemängel, sofern eine schnelle Verbindung möglich ist, direkt beim Veranstalter oder der in der Reisebestätigung angeführten Kontaktstelle oder dem Reisevermittler anzuzeigen (E-Mail, Fax, Telefonnummern ergeben sich aus der Reisebestätigung).

15.3. Abhilfeverlangen und Selbstabhilfe
Der Reisende kann Abhilfe verlangen. Der Veranstalter hat darauf den Reisemangel zu beseitigen. Adressat des Abhilfeverlangens ist die Reiseleitung. Im
Übrigen gilt Ziff. 15.2. (siehe oben). Wenn der Veranstalter nicht innerhalb der vom Reisenden gesetzten angemessenen Frist abhilft, kann der Reisende selbst Abhilfe schaffen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen. Wird die Abhilfe verweigert oder ist sie sofort notwendig, bedarf es keiner Frist. Der Veranstalter kann die Abhilfe nur verweigern, wenn sie unmöglich ist oder unter Berücksichtigung des Ausmaßes des Reisemangels und des Werts der betroffenen Reiseleistung mit unverhältnismäßigen Kosten verbunden ist. In diesen Fällen gilt § 651k Abs. 3 bis Abs. 5 BGB. Der Veranstalter ist verpflichtet, den Reisenden über Ersatzleistungen, Rückbeförderung etc. und Folgen konkret zu informieren und seine Beistandspflichten zu erfüllen (vgl. § 651q BGB).

15.4. Minderung
Für die Dauer des Reisemangels mindert sich nach § 651m BGB der Reisepreis. Auf Ziff. 15.1. (siehe oben) wird verwiesen.

15.5. Kündigung
Wird die Pauschalreise durch den Reisemangel erheblich beeinträchtigt, kann der Reisende den Vertrag nach Ablauf einer von ihm zu setzenden angemessenen Frist kündigen. Verweigert der Veranstalter die Abhilfe oder ist sie sofort notwendig, kann der Reisende ohne Fristsetzung kündigen. Die Folgen der Kündigung ergeben sich aus § 651l Abs. 2 und Abs. 3 BGB.

15.6. Schadensersatz
Der Reisende kann unbeschadet der Minderung oder der Kündigung Schadensersatz nach § 651n BGB verlangen. Bei Schadensersatzpflicht hat der Veranstalter den Schadensersatz unverzüglich zu leisten.

15.7. Anrechnung von Entschädigungen
Hat der Reisende aufgrund desselben Ereignisses gegen den Veranstalter Anspruch auf Schadensersatz oder auf Erstattung eines infolge einer Minderung zu viel gezahlten Betrages, so muss sich der Reisende den Betrag anrechnen lassen, den er aufgrund desselben Ereignisses als Entschädigung oder als Erstattung nach Maßgabe internationaler Übereinkünfte oder von auf solchen beruhenden gesetzlichen Vorschriften nach § 651p Abs. 3 BGB erhalten hat.

16. Haftungsbeschränkung

16.1. Die vertragliche Haftung des Veranstalters für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird, oder soweit der Veranstalter für einen dem Reisenden entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.

16.2. Gelten für eine von einem Leistungsträger zu erbringende Reiseleistung internationale Übereinkommen oder auf diesen beruhende gesetzliche Bestimmungen, nach denen ein Anspruch auf Schadensersatz nur unter bestimmten Voraussetzungen oder Beschränkungen geltend gemacht werden kann, so kann sich der Veranstalter gegenüber dem Reisenden auf diese Übereinkommen und die darauf beruhenden gesetzlichen Bestimmungen berufen.

16.3. Auf Ziff. 15.7. (Anrechnung von Entschädigungen) wird verwiesen.

17. Verjährung – Geltendmachung

17.1. Die Ansprüche nach § 651i Abs. 3 Nr. 2., 4. bis 7. BGB sind gegenüber dem Veranstalter oder dem Reisevermittler, der die Buchung vorgenommen
hat, geltend zu machen. 17.2. Die Ansprüche des Reisenden – ausgenommen Körperschäden – nach § 651i Abs. 3 BGB (Abhilfe, Kündigung, Minderung,
Schadensersatz) verjähren in zwei Jahren. Die Verjährungsfrist beginnt mit dem Tage, an dem die Pauschalreise dem Vertrag nach enden sollte.

18. Verbraucherstreitbeilegung und Online-Streitbeilegungsplattform

18.1. Die Unternehmen Verkehrsunternehmen-Reisebüro H.Bruckner, Inh. Peter Bruckner und reisebüro reichert GmbH nehmen nicht an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teil.

18.2. Online-Streitbeilegungsplattform: Die Europäische Kommission stellt unter ec.europa.eu/consumers/odr/ eine Plattform zur Online-Beilegung verbraucherrechtlicher Streitigkeiten für Vertragsabschlüsse über die Internetseite des Veranstalters oder mittels E-Mail bereit.

Verkehrsunternehmen-Reisebüro H. Bruckner, Inh. Peter Bruckner
Neustadt 1
92237 Sulzbach-Rosenberg
Sitz: Sulzbach-Rosenberg · Registergericht Amberg: HRA 197

reisebüro reichert GmbH
Bahnhofstraße 9
92224 Amberg
Sitz: Amberg · Registergericht Amberg: HRA 1126

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